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Ratung - Basel II

Die Risikobereitschaft der Hausbanken nimmt kontinuierlich ab, das ist ein Nebeneffekt der weltweiten Finanzwirtschaftskrise. Allerdings gibt es viele Erfordernisse, die seitens der Kreditinstitute gesetzlich umzusetzen sind (KWG, Basel II, Basel III, Video zu Basel III, Video Bundesfinanzministerium zu Basel III). Es ist davon auszugehen, dass klassische Kontokorrentlinien an hohe und zeitnahe Informationsauflagen geknüpft werden. Weiterhin wird es neue Finanzierungsformen geben (z.B. über Versicherungsgesellschaften, Venture Kapital oder sonstige Modelle). Allen gemeinsam ist wiederum die analytische und nach finanzmatematischen Standards erarbeitete Risikobewertung. Diese wird mindestens jährlich fortgeschrieben. In Einzelfällen kann es zu kurzfristigeren Vorgaben kommen.

Den Kennern von Basel II / III ist es lange bekannt, Finanz- (Banken-) -rating kann eine große Chance für das Unternehmen sein. Es hilft und "zwingt" zur kontinuierlichen Standortanalyse und sensibleren Abwägung der Risiken. Das wiederum sensibilisiert die Unternehmer und Geschäftsführer, frühzeitig auf Störfaktoren Einfluß zu nehmen.

Das ist jedoch gerade im Mittelstand eine neue Denk- und Arbeitsweise, die es zu lernen gilt. Zudem sind die meist rudimentären Unterlagen und Bankkommunikationen auf das notwendige und sinnvolle Niveau zu entwickeln. Ohne Beratungshilfe ist man schnell in der Sackgasse und klassische Handwerks-, Berufs- und Unternehmensverbände helfen ebenfalls nur begrenzt weiter. Die Vorbereitung auf Ratinggespräche wird zudem durch Beratungsförderprogramme finanziell unterstützt.

Kurzanalyse Ratinganalyse Unternehmensratingkonzept
Wir erstellen auf Basis eines Fragebogens eine Kurzanalyse, aus der Sie Hinweise für eine Verbesserung Ihres Bankratings erhalten. Dabei konzentrieren wir uns auf die von Ihnen angegebenen Unternehmens-, Projektdaten und betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Wir senden Ihnen ein Analyseschema und Sie bearbeiten zusätzlich einen webbasierte Fragenkatalog. Mit zusätzlichen Unterlagen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen erstellen wir für Sie eine umfangreiche Ratinganalyse, die wir dann auch persönlich mit Ihnen durchsprechen und konkrete, betriebsbezogene Handlungsparameter aufzeigen. Wir analysieren Ihr Geschäftskonzept nebst Kalkulationsdaten und (sofern vorhanden) die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) und letzten Jahresabschlüsse. Auf dieser Basis entwickeln wir für Sie ein individuelles Ratingkonzept, dass Sie ideal auf die Gespräche mit Förderstellen und Banken vorbereitet. Zusätzlich stehen wir in einem Coaching für die Bankkommunikation zur Verfügung und blicken auch in Ihre Bonitätsbewertungen (Schufa, Creditreform, etc.) und zeigen hier Optimierungsmöglichkeiten auf.
zirka 3 Tage zirka 21 Tage (abhängig von Ihrer Zuarbeit) zirka 4 Wochen (abhängig von Ihrer Zuarbeit)
kostenfrei 938 Euro, wobei Sie in der Regel eine Förderung von mindestens 50 % aus EU-Mitteln erhalten können. Details klären wir mit Ihnen persönlich. 2.996 Euro, wobei Sie in der Regel eine Förderung von mindestens 50 % aus EU-Mitteln erhalten können. Details klären wir mit Ihnen persönlich.

Ihr Businessplan - eine wichtige Arbeitsgrundlage

Häufig fehlt ein ausgereifter und kalkulatorisch fundierter Geschäftsplan (Businessplan). Bitte sehen Sie in ihm einen roten Faden und keine Pflichtübung. Nicht nur Investoren, Banken und Förderinstitute schauen zwischenzeitig sehr detailliert hin.

Auch nach der Finanzierung ist er Arbeitsgrundlage für den operativen Geschäftbetrieb. Hierfür haben wir für Sie das Konzept dynamischer Businessplan erarbeitet.

fiturum - Unternehmer- und Gründer-Blog

Die Möglichkeiten der Bankfinanzierung wird sich ab 2013 für die Unternehmen drastisch ändern. Gemäß Basel 2 und Basel 3 sind die Banken gehalten, die Eigenkapitalquote zu erhöhen. Damit sinkt der Spielraum, Unternehmensfinanzierungen und -kontokorrentlinien in der bsherigen Größenordnung beizubehalten. Experten schätzen, dass zirka 30 % der bestehenden Bankfinanzierungen entweder teuerer, oder gänzlich beendet werden. Lesen Sie in unserem Informationsdienst aktuelle Entwicklungen, damit Sie rechtzeitig reagierne können.

Rating: Mystifizierung unerwünscht

Das Rating ist eine wichtige Größe bei der Kreditvergabe und definiert maßgeblich, zu welchen Konditionen ein Kunde einen Kredit bekommt. Mit der richtigen Strategie kann der Kreditnehmer gezielt auf ein besseres Rating hinwirken, um sich so erhebliche finanzielle Vorteile zu sichern.

Zwei Fragen sind für einen Kreditnehmer am Ende entscheidend.

Erstens: Bekomme ich den beantragten Kredit ?
Und zweitens: Zu welchen Konditionen bekomme ich ihn ?

Letzteres hängt maßgeblich vom eigenen Rating ab. Mit dem Rating bewertet die Bank in erster Linie die Kreditwürdigkeit, also die Bonität eines Unternehmens. Das Rating ist jedoch weit mehr als ein statistischer Wert, sondern wirkt sich ganz konkret aus. Ein gutes Rating bedeutet, dass die Bank weniger als 8 Prozent des Eigenkapitals für den Kredit nachweisen muss. Und das macht sich für den Kreditnehmer in Heller und Pfennig bezahlt. Wenn etwa bei einem Kredit von 200.000 Euro ein günstiges Rating dazu führt, dass die Bank dem Kunden einen Zinssatz von 5, 5 Prozent anstatt von 7 Prozent berechnet, kommt das einer Ersparnis von 3.000 Euro pro Jahr gleich. Ein Faktor, der sich in fünf Jahren schon auf 15.000 Euro summiert. Für das Rating prüft die Bank sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte. Dazu nimmt sie die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Management, die Unternehmensentwicklung sowie die Branche des Kreditnehmers, aber auch seine Beziehung zur Bank, unter die Lupe.

Im Endeffekt pendelt die Bank beim Erstellen des Ratings also immer zwischen verhältnismäßig harten und weichen Polen hin und her. Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auf der einen Seite stehen etwa Unternehmensaufbau, Risikomanagement oder Image auf der anderen Seite gegenüber. Aus all diesen Teilaspekten formt die Bank ein Gesamtbild, das die Stärken und Schwächen eines Kreditnehmers fast wie eine Schulnote auf den Punkt bringt. Die Bank will so einen Wert erreichen, der beschreibt, mit welchem Eifer der Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungsverpflichtungen nachkommt.

Darüber hinaus will die Bank einschätzen, ob sich das Unternehmen anpassen und weiterentwickeln kann. Mit welcher Strategie geht das Unternehmen zum Beispiel zu Werke? Oder wie ist es um die Liquiditätsplanung bestellt. All das spielt beim Rating eine Rolle und schlägt sich entsprechend nieder. Damit das Rating Aussagekraft bekommen kann, muss es auch in einem vernünftigen Zeithorizont durchgeführt werden: Üblicherweise handelt es sich dabei um ein Jahr. Das heißt zunächst, dass sich das Rating zum Guten wie zum Schlechten verändern kann. Der Kreditnehmer hat hier also eindeutig die Möglichkeit, die Dinge positiv für sich zu gestalten.

Dazu muss er aber vor allem selbst aktiv werden. Das beginnt damit, Sorge dafür zu tragen, dass der Bank die richtigen Unterlagen vorliegen. Dazu gehört neben dem letzten Jahresabschluss die Planungsrechnung für das laufende Jahr mit einem monatlichen Soll-Ist-Abgleich und für das kommende Jahr quartalsweise aktualisiert. Hinzukommen sollte ferner ein Organigramm mit den Profilen der Führungskräfte sowie vertragliche Regelungen, die für die Bank von Belang sind. Aber auch eine ansprechende Präsentation des Unternehmens mit einem ausformulierten Strategiekonzept sowie eine Betrachtung des Marktsegments sollte ein solches Unterlagenportfolio enthalten.

Positiv setzt sich der Unternehmer bei der Bank außerdem ins Bild, wenn er deutlich macht, dass er auch die weichen Faktoren des Ratings ernst nimmt und Klarheit über seine persönlichen und unter-nehmerischen Ziele demonstriert. Die Bank goutiert es ihrerseits, wenn sie eine umfassende Dokumentation vorliegen hat und zeitnah über Bilanzen ins Bild gesetzt wird. Es sind solche Aspekte, die für die Bewertung der Kundenbeziehung entscheidend sind. Dazu kommt aber natürlich auch, ob der Kreditnehmer gegebene Zusagen einhält oder sich an die vereinbarte Kreditlinie hält.

Auf den Punkt gebracht bedeutet dies für den Unternehmer:
Es gilt, durch Kontinuität dafür zu sorgen, dass keine Fragezeichen und Leerstellen die vorhandenen Gestaltungsspielräume ausfüllen.

Der Umgang mit dem eigenen Rating

Das Rating verstehen - Es bewertet nicht die Geschäftsidee, sondern die darunterliegende Bonität

Das Rating ist keine Geheimsache - Aktiv nachfragen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht

Kritikfähigkeit zeigen - Emotionale Ausbrüche sind bei einem mäßigen Rating nicht förderlich

Konstruktivität demonstrieren - Gemeinsam mit dem Berater überlegen, wie man das eigene Rating verbessern kann

Nicht in Aktionismus verfallen - Statt gleich am nächsten Tag mit einem Maßnahmenplan um die Ecke zu kommen, ist es besser, sich saubere Gedanken über zielführende Veränderungen zu machen

Quelle: Willi Kreh – Steuerberater und BankStrategieBerater, www.kreh.de

Basel III wird zum Treibsatz für Guthaben-Zinsen

Die Sparer in Deutschland dürfen sich über steigende Zinsen auf ihre Einlagen freuen: 85 Prozent der befragten Kreditinstitute gehen davon aus, dass sich im Zuge von Basel III die Konditionen für Sparer bei längeren vereinbarten Laufzeiten von Anlage- / Sparprodukten verbessern werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „banking insight“, die von der Unternehmensberatung msgGillardon und dem Handelsblatt durchgeführt wurde.

Der Grund für die Erwartung steigender Sparzinsen sind die geänderten Liquiditätsanforderungen im Zuge von Basel III, die zu einem verschärften Wettbewerb um private Einlagen führen. „36 Prozent der von uns befragten Banken und Sparkassen rechnen mit einer Anhebung der Sparzinsen um 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte. 26 Prozent erwarten Steigerungen von 0,5 bis zu einem Prozentpunkt. Und jedes fünfte Kreditinstitut geht davon aus, dass sich die Sparzinsen sogar um mehr als ein Prozentpunkt erhöhen werden“, erläutert Ralf Zimpel, Leiter Competence Center Unternehmenssteuerung & Risikomanagement der Unternehmensberatung msgGillardon, die Ergebnisse der Studie.

Zu verdanken haben die Sparer diese freudige Nachricht den neuen Rahmenbedingungen für das Liquiditätsrisikomanagement. Demnach werden sowohl bei der „Liquidity Coverage Ratio“ als auch bei der „Net Stable Funding Ratio“ langfristige Einlagen als Mittel der Refinanzierung bevorzugt. „Damit haben die Institute, die ihr Einlagengeschäft nachhaltig betreiben, zukünftig ein verstärktes Interesse daran, dass die Sparer ihre Einlagen langfristig binden“, sagt Ralf Zimpel. Seit die ersten Vorschläge zur Basel-III-Reform publik wurden, hätten die Kreditinstitute den Privatanleger somit verstärkt in den Fokus ihrer Geschäftsaktivitäten gerückt. „Jetzt, wo das neue Regelwerk unmittelbar vor seinem Inkrafttreten steht, nimmt der Wettbewerb um Spareinlagen spürbar an Schärfe zu“, so der Experte.

Laut Studie gewinnen vor allem Tagesgelder (31 Prozent) sowie Sparprodukte mit einer Kündigungsfrist von über einem Jahr (29 Prozent) durch Basel III an Bedeutung. Nach Auffassung von 77 Prozent der befragten Institute wird dagegen die Refinanzierung durch Emission unbesicherter Bankanleihen durch die Basel-III-Regelungen deutlich unattraktiver.

Die Studie im Internet: www.msg-gillardon.de/studie-2012

Basel III: Kredite werden teurer

79 Prozent der befragten Institute erwarten, dass sich Kredite mit festen Laufzeiten von mehr als einem Jahr durch Basel III verteuern werden. Dabei geht die Mehrheit der befragten Fach- und Führungskräfte davon aus, dass die Mehrkosten, die durch die Umstellung auf die strengeren Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen entstehen, an die Kunden zumindest teilweise weitergereicht werden können. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „banking insight“, die von der Unternehmensberatung msgGillardon und dem Handelsblatt durchgeführt wurde.

„Knapp die Hälfte der Befragten rechnet mit einer Anhebung der Kreditzinsen zwischen 0,25 und einem halben Prozentpunkt“, sagt Ralf Zimpel, Leiter des Center of Competence Unternehmenssteuerung & Risikomanagement der Unternehmensberatung msgGillardon. Jedes dritte Kreditinstitut gehe sogar von einer Erhöhung von einem Prozentpunkt aus. Auffällig ist, dass diejenigen Institute, die nach eigener Einschätzung bereits umfänglich nach Basel III Kriterien steuern, vor allem im Privatkundenbereich von einer Anhebung der Kreditzinsen ausgehen. Institute mit einem geringen Basel-III-Umsetzungsgrad rechnen hingegen damit, dass sich eher Firmenkunden auf teurere Darlehen einstellen müssen.

Die erwartete Erhöhung der Kreditkonditionen hängt vor allem mit den schärferen Eigenkapitalvorschriften nach Basel III zusammen. „Institute mit unzureichender Eigenkapitalausstattung müssen die höheren Kosten, die durch die erforderliche Mittelbeschaffung entstehen, in der Kalkulation ihrer Kreditprodukte berücksichtigen“, erklärt Ralf Zimpel. Aber auch die neuen Liquiditätsvorschriften haben Auswirkungen auf die Konditionsgestaltung, insbesondere durch die Einschränkung bei der Fristentransformation. Danach können Banken langfristig gewährte Kredite nicht mehr uneingeschränkt kurzfristig refinanzieren. „Dies führt dazu, dass Darlehen mit langen Laufzeiten teurer werden, weil die Kosten der Refinanzierung steigen“, so der msgGillardon-Experte Zimpel. Der Nachfrage am Markt tut die Erhöhung der Kreditkonditionen nach mehrheitlicher Einschätzung aber keinen Abbruch: 69 Prozent aller befragten Banken und Sparkassen, die mit einem Anstieg der Kreditkonditionen rechnen, gehen davon aus, dass die Kunden dies akzeptieren werden.

Die Studie im Internet: www.msg-gillardon.de/studie-2012

Basel III: Gefahr für die Mittelstandsfinanzierung?

54 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte von Banken und Sparkassen halten Einschränkungen bei der Kreditvergabe für wahrscheinlich oder sicher, um die strengeren Eigenkapitalvorschriften nach Basel III zu erfüllen. 79 Prozent gehen zudem davon aus, dass sich Kredite mit festen Laufzeiten von über einem Jahr wegen der verschärften Anforderungen verteuern werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „banking insight“, die von der Unternehmensberatung msgGillardon und dem Handelsblatt durchgeführt wurde.

Vor allem Kreditinstitute, die sich bereits intensiv mit der Umsetzung der Basel-III-Anforderungen befassen, gehen von einer eingeschränkten Kreditvergabe und einer Erhöhung der Kreditzinsen aus: 65 Prozent dieser Institute halten eine eingeschränkte Kreditvergabe für wahrscheinlich, 61 Prozent rechnen mit höheren Kreditzinsen im Privatkundengeschäft. Damit laufen gerade Privatkunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die sich in der Finanzmarktkrise als Anker der Stabilität erwiesen haben, Gefahr, durch Basel III „benachteiligt“ zu werden. „Um unerwünschte Steuerungsimpulse durch die Basel-III-Anforderungen so gering wie möglich zu halten, werden die Finanzinstitute daher auch über zusätzliche Maßnahmen, wie z. B. die Optimierung der mit Kapital zu unterlegenden risikogewichteten Aktiva (RWA), nachdenken müssen“, meint Ralf Zimpel, Leiter Center of Competence Unternehmenssteuerung & Risikomanagement der Unternehmensberatung msgGillardon.

Dies gilt umso mehr, da aufgrund der strengeren Liquiditätsanforderungen das bisherige, auf der Fristentransformation beruhende Geschäftsmodell der Banken und Sparkassen, zumindest in Frage gestellt wird. Denn durch das neue Regelwerk können langfristig gewährte Kredite nicht mehr uneingeschränkt durch kurzfristige Einlagen refinanziert werden. 59 Prozent der Befragten gehen daher davon aus, dass vor allem Darlehen mit kurzen Laufzeiten angeboten werden. 52 Prozent planen sogar, sich statt der originären Kreditvergabe künftig auf die Vermittlung von Darlehen zu konzentrieren. Auch die Unterstützung der Unternehmen bei der Emission eigener Anleihen wird von der Hälfte der Banken und Sparkassen als Möglichkeit gesehen, die neuen Liquiditätsvorschriften zu erfüllen. „Vor allem Kreditinstitute, die sich bereits intensiv mit Basel III beschäftigen, suchen nach neuen Wegen der Finanzierung und setzen diese um. Die übrigen Institute müssen deshalb dringend nachziehen, um ihre Wettbewerbsposition nicht zu gefährden“, betont msgGillardon-Experte Ralf Zimpel.

Infos zur Studie im Internet: www.msg-gillardon.de/studie-2012

Studie zeigt: Mittelstand steht Schulden und Kreditkosten kritisch gegenüber

Im Rahmen ihrer Mittelstandsinitiative "UnternehmerPerspektiven" befragte die Commerzbank 4.000 mittelständische Unternehmen bezüglich ihrer Erwartungen bei der Kreditvergabe. Auf diese Weise sollte vor dem Hintergrund der Eurokrise und der daraus resultierenden Unsicherheit bei der Wirtschaftsentwicklung das Verhältnis des deutschen Mittelstands zum Thema Schulden eruiert werden. Die Antworten zeigen: Bei der Unternehmensplanung ist die von der Debitos Forderungsbörse (www.debitos.de) gebotene kurzfristige Flexibilität Trumpf.

Mittelstand beobachtet Basel III und Kreditkosten mit Skepsis. Gerade das Thema Basel III stößt in mittelständischen Unternehmen auf kritische Stimmen. So erwarten lediglich 37% der befragten Mittelständler, dass Banken durch die Einführung der Finanzmarktrichtlinie solider aufgestellt sein werden. Gleichzeitig gehen 80% der Unternehmer von einem schwereren Zugang zu Krediten aus, während 77% auch schlechtere Kreditkonditionen erwarten. Daher verwundert es nicht, wenn fast ein Drittel der mittelständischen Unternehmer sagt, sie machten sich Sorgen um Zinsen und Tilgung von Krediten. Debitos Forderungsbörse bietet maximale Flexibilität bei der Finanzierung. In einem von Unsicherheiten geprägten Wirtschaftsumfeld geben über die Hälfte (56%) der an der Studie mitwirkenden Unternehmen an, bei der Unternehmensentwicklung "auf Sicht" zu fahren und flexibel zu entscheiden. Im Umkehrschluss bedeutet dies eine erhöhte Nachfrage nach flexiblen Finanzierungsinstrumenten. Die maximale Flexibilität der Debitos GmbH überzeugt daher immer mehr Mittelständler. Auf dem Marktplatz können offene Forderungen je nach Bedarf und unternehmerischer Situation verkauft werden. Unternehmen vermeiden einschränkende Auflagen der Finanzinstitute und die Bindung an langfristige Rahmenverträge. Anders als bei alternativen Finanzierungsformen wie dem Factoring ermöglicht Debitos auch den Verkauf bereits ausgefallener Forderungen.

Quelle - www.debitos.de

Debitos hat die erste Forderungsbörse entwickelt, auf der Unternehmen sowohl frische als auch ausgefallene Forderungen flexibel und ohne Vertragsbindung verkaufen können.

Basel III – Wie kann ich mein Unternehmen optimal vorbereiten?

Die Finanz- und Eurokrise hat die Banken und das Finanzsystem fast zum Kollaps gebracht. Nun wurde als Aktionsplan Basel III für ein stabileres Bankensystem verabschiedet.

1. Basel III – höhere Bonitätsanforderungen an Banken und Mittelstand

Mit dem neuen Rahmenwerk Basel III werden deutlich schärfere Anforderungen an

• die Höhe sowie die Qualität des Eigenkapitals der Banken
• die Liquiditätsausstattung und die Zahlungsbereitschaft
• das Risikomanagement und die Absicherung von Risiken sowie
• die Verschuldungsquote einer Bank, sog. Leverage Ratio

gestellt.

Diese schärferen Anforderungen führen zwangsweise auch zu einer höheren Kredithürde für den Mittelstand. Banken müssen künftig für die Mittelstandsfinanzierung deutlich mehr Eigenmittel einsetzen. Folglich werden Banken noch selektiver beim Unternehmensrating und der Kreditvergabe vorgehen. Die richtige Finanzierungs-Strategie sowie die Optimierung des eigenen Unternehmensratings sind folglich wesentliche Stellschrauben in der künftigen Bankkommunikation.

2. Wahl der richtigen Finanzierungs-Strategie – Tipps für den Mittelstand

Die Münchner Unternehmensberatung Schulz & Partner hat nun ein Informationstool für den Mittelstand entwickelt. Dies ermöglicht dem Unternehmen einen Quick Check zur eigenen Finanzierungs- und Kreditstrategie vorzunehmen. „Jedes Unternehmen wird heute von der Bank überprüft, ob es den beantragten Kredit noch verträgt oder dieser bereits zu hoch ist“ sagt Achim Schulz über das von seiner Unternehmensberatung neu entwickelte Informationstool für den Mittelstand. „Mit dem Quick Check Kreditpotenzial kann der Unternehmer dies nun selbst passgenau und kostenlos tun. Im nächsten Schritt kann er dann seine eigene Investitions- und Finanzierungsstrategie festlegen.“

3. Informations-Tool Quick Check Kreditpotenzial

Der Quick Check Kreditpotenzial informiert das Unternehmen über

• das mögliche Kreditpotenzial
• vorhandene Finanzierungsspielräume sowie
• die ratingoptimale Finanzierungsstrategie

Mit dem Quick Check Kreditpotenzial können die geplanten Zukunftsinvestitionen auf die Anforderungen aus Basel III sowie die Stellschrauben für eine ratingoptimale Finanzierungsstrategie einfach und transparent abgestimmt werden. Der Quick Check Kreditpotenzial kann unter www.schulz-beratung.de kostenlos getestet und für das eigene Unternehmen angewendet werden.

Quelle www.schulz-beratung.de.

Rating von KMU - eine Black-Box?

Externes Rating: Bei dem Begriff 'Rating' denken fast alle Unternehmer unwillkürlich an die drei großen amerikanischen Ratingagenturen. Wenig bekannt ist aber, dass es im Bereich der großen Mittelstandsunternehmen nur wenige gibt, die überhaupt von diesen Agenturen extern geratet werden. Hintergrund ist, dass selbst die 'Hidden Champions' in der Regel kein AAA erhalten würden. Wer will etwa ein einfaches A+ und muss das auch noch bezahlen? (Das Rating von Staaten soll hier nicht diskutiert werden).

Note oft nicht bekannt: Die Unternehmen des Mittelstands werden aber, sofern sie Kredite benötigen, immer von der Bank mit einem internen Verfahren geratet. Ca. 1/3 der Unternehmen wiederum kennt das Ergebnis dieses Ratings nicht, obwohl dieses für die Zukunft existenziell werden könnte. Kaum bekannt ist weiterhin, dass selbst die Mitarbeiter der Banken oft nicht wissen, wie das Ratingergebnis, die Note für das Unternehmen, zustande kommt. Dabei nutzen die Kreditinstitute im Grunde ähnliche Verfahren und Benotungssysteme. Es wird in den Fällen des internen Ratings durch Banken die 'Ausfallwahrscheinlichkeit' eines Kredits in recht komplexen mathematischen Verfahren ermittelt. Bei den Sparkassen etwa führt das zu einem Benotungssystem von 1 (=sehr gut) bis hin zu 18 (=Totalausfall/schlimmer geht es nicht). Dies bedeutet, dass jedes Unternehmen "seine" individuelle Note unbedingt kennen sollte, da die Höhe etwa der zu zahlenden Zinsen davon abhängt (Wie hoch ist der Risikozuschlag der Bank?)

Ausfallwahrscheinlichkeit: Praktisch nicht bekannt bei KMU ist, dass spätestens bei einer Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredits von 2% bis 3% (grob dargestellt) dies zu einer Note um ca. 12 führt (siehe oben) und das Unternehmen nur noch erschwert, gegen zusätzliche Sicherheiten oder ggf. gar keine Kredite mehr erhält (weder für Liquidität noch für Investitionen). Zum Vergleich: Nur bei einer Ausfallwahrscheinlichkeit bis ca. 0,3% erhalten KMU sehr gute Ratingbeurteilungen. KMU sollten daher einstellige niedrige Benotungen anstreben und dem Cashflow sowie der Verschuldungsdauer in Jahren besondere Aufmerksamkeit schenken. Letztere sollte ca. 5-7 Jahre nicht überschreiten (Formel > Fremdkapital : Cashflow)

Fazit: Daher ist es für alle Unternehmen des Mittelstands im Rahmen der Zukunftssicherung unerlässlich, sich mit Basel III, der eigenen Ratingnote und den möglichen Verbesserungen derselben zu beschäftigen. Das Rating des eigenen Unternehmens darf keine Black Box sein, sondern man muss die einfließenden Parameter kennen. Nur so können KMU das zukünftige Rating durch die Bank beeinflussen. Gern unterstützen wir Unternehmen in allen Fragen rund um Rating, Finanzierung und mehr.

Quelle: Michael May Consulting - Mitautor des Fachbuchs "Finanzkommunikation - Chancen durch Kreditmediation" (Bank-Verlag)